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Jüdische Kulturwochen: eine kulturelle Institution in Stuttgart

Bereits seit 2004 veranstaltet die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg alljährlich im November die jüdischen Kulturwochen. Das Ziel der Religionsgemeinschaft ist es, die wachsende jüdische Kultur in Stuttgart und Umgebung auch in einer breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Deshalb werden alljährlich rund 30 kulturelle Veranstaltungen, von Podiumsdiskussionen über Lesungen und Konzerte im Rahmen der jüdischen Kulturwochen angeboten. Ein besonderes Jubiläum stellt das Jahr 2015 für die jüdische Gemeinde in Stuttgart dar. Denn in diesem Jahr wird auch die Tatsache gefeiert, dass zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel seit 50 Jahren diplomatische Beziehungen bestehen. Darüber hinaus wird der 70. Jahrestag der Neugründung der jüdischen Gemeinde in Stuttgart gefeiert.

Das ist die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg

Bei der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs handelt es sich um eine von bundesweit 84 eigenständigen jüdischen Gemeinden. Sie ist als einzige jüdische Gemeinde für den gesamten württembergischen Landesteil Baden-Württembergs zuständig. Um die mehr als 3.000 Mitglieder betreuen zu können, werden in zehn Städten Zweigstellen oder Filialgemeinden unterhalten.

Die Geschichte der Juden in Stuttgart

Die erste jüdische Gemeinde wurde in Stuttgart bereits anno 1348 im Zuge der Judenverfolgung geschlossen. Es sollte bis 1434 dauern, als erneut eine Synagoge mit Ritualbad in der städtischen Chronik erwähnt wird. Weil Graf Eberhard im Bart verfügt hatte, alle Juden aus Württemberg auszuschließen, konnten sich diese bis ins 19. Jahrhundert hinein nur als sogenannte Schutzjuden ansiedeln. Diese standen unter dem besonderen Schutz des Landesherrn, mussten dafür jedoch Gebühren bezahlen. Im Gegenzug genossen diese Juden vereinzelte Privilegien. Dieses Prinzip geht auf das Mittelalter zurück und stellte damals eine wichtige Einnahmequelle für die Könige des Heiligen Römischen Reiches dar. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnten in Württemberg wieder regelmäßig jüdische Gottesdienste in Privatwohnungen zelebriert werden. Eine jüdische Gemeinde wurde 1808 erneut in Stuttgart gegründet, die bis in die Zeit des Dritten Reiches Bestand hatte.

November 2015



weitere Meldungen zu Stuttgart im Archiv bis 12.2014, ab 2015.

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