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Schauwerk Sindelfingen

Wer sich für moderne Kunst interessiert, sollte im Rahmen seines Stuttgart-Besuchs unbedingt auch dem Schauwerk Sindelfingen einen Besuch abstatten. Das Museum für moderne Kunst wurde erst im Jahr 2010 eröffnet und legt seinen Fokus auf Kunstgegenstände der 50er-Jahre bis heute. Die Ausrichtung ist bewusst international gewählt worden – es spielen also nicht nur deutsche oder europäische Künstler eine tragende Rolle.

Das Schauwerk Sindelfingen gründet auf der Kunstsammlung des Ehepaares Peter Schaufler und Christiane Schaufler-Münch. Sie tragen seit den 70er-Jahren kontinuierlich Werke der modernen Kunst zusammen, bis zur Eröffnungen des Museums bestand die Sammlung bereits aus mehr als 3.000 Kunstwerken. Mit der Eröffnung ist die Erweiterung und Komplettierung der Kunstsammlung keineswegs abgeschlossen, nach wie vor finden immer wieder neue Kunstwerke Einzug in das Schauwerk.

Untergebracht ist das Museum auf dem ehemaligen Gelände des Unternehmens „Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH“, dessen Geschäftsführer der Museumsgründer Peter Schaufler seit 1979 war. Ein Teil der Produktionshallen wurden – mit entsprechenden Änderungen versehen – als Gebäude für das Schauwerk Sindelfingen übernommen. Das Gelände befindet sich an der Autobahn zwischen Sindelfingen und Böblingen.

Insgesamt ca. 6.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen im Schauwerk Sindelfingen auf mehreren Ebenen zur Verfügung. Bei der Gestaltung der Innenräume achtete man auf eine klare Struktur, so dass der Besucher durch möglichst wenige äußere Elemente von den Kunstwerken abgelenkt wird.

Kommen wir nun zum Wichtigsten, den Ausstellungsstücken: Präsentiert werden nicht nur Kunstgegenstände in Form von Bildern, Skulpturen, Plastiken etc., sondern auch komplette Rauminstallationen und diverse Lichtarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf den Stilrichtungen Konzeptkunst, Minimal Art und Konkreter Kunst. Auch die Werke der bekannten ZERO-Gruppe finden im Schauwerk Sindelfingen einen würdigen Rahmen. Besonders interessant ist für viele Besucher die Ausstellung im Bereich Fotokunst, in der die Werke von vielen namenhaften Künstlern wie Thomas Ruff, Bettina Rheims, Candida Höfer und Andreas Gursky ihren Platz fanden. Als passenden Ort für die Präsentation der Fotokunst wählte man das ehemalige Hochregallager der Firma Bitzer, in das eigens eine Rampe zum Verbinden der verschiedenen Etagen eingebaut wurde.

Um das Museum zu tragen und den Betrieb dauerhaft zu sichern, entschloss sich der Eigentümer im Jahr 2005 zur Gründung einer Stiftung. Diese trägt den Namen „The Schaufler Foundation“. Die Stiftung übernimmt jedoch nicht nur die Trägerschaft für das Schauwerk Sindelfingen, sondern unterstützt darüber hinaus auch Forschungen und Entwicklungen im Bereich der Kältetechnik.

Die teils spektakulären Installationen im Schauwerk sorgen dafür, dass das Museum nicht nur ein ideales Ausflugsziel für Liebhaber moderner Kunst ist, sondern auch einen entsprechenden Eindruck hinterlässt bei Kindern und Menschen, die nicht so Kunst-affin sind.

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