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„Chicago“ verspricht einen heißen Musical-Winter

Ein heißer Musicalwinter erwartet die Theaterfreunde in Stuttgart: Denn im dortigen Palladium Theater feiert das Musical Chicago, das am legendären Broadway in New York seit 18 Jahren ununterbrochen aufgeführt wird, am 6. November diesen Jahres Premiere. Die Musicalfans erwartet im Winter also ein absolutes Highlight, denn die New York Times bezeichnete "Chicago" sogar als bestes Broadway-Musical aller Zeiten.

Maßgeblich zum Grandiosen Erfolg - unter anderem wurde das Musical mit sechs Tonys ausgezeichnet - trägt sicher dazu bei, dass auf der Bühne einige der besten Tanznummern der Musical-Geschichte zu sehen sind. Darüber hinaus ist es den Machern John Kander und Fred Ebb gelungen, die Moral der Zuschauer zu berühren. Sie überzeichnen das Unmoralische derart grotesk, dass sich die Zuschauer eigentlich nur darüber amüsieren können.

Die Geschichte des Musicals Chicago

Angeregt wurde das Duo Kander und Ebb, die auch das Musical "Cabaret" schrieben, durch das gleichnamige Stück, das die Drehbuchautorin und Reporterin Maurine Dallas Watkins bereits 1926 verfasst hatte. Die erste Premiere feierte das Musical "Chicago" am 3. Juni 1975 im 46th Street Theatre, wo insgesamt 936 Vorstellungen gegeben wurden. Nach einer 19jährigen Pause gab es jedoch am 14. November 1996 ein Revival im Richard Rodgers Theatre, wo es seitdem ununterbrochen läuft.

Darum geht es in „Chicago“

Das Musical entführt die Besucher in das Chicago der 1920er Jahre. Gleich zu Beginn ermordet die Nachtclubsängerin Roxie Hart ihren Liebhaber Fred Casley. Zunächst bekommt sie von ihrem Ehemann ein Alibi, doch dann kommt ans Licht, dass die Sängerin ein Verhältnis mit dem Ermordeten hatte. Daraufhin muss Roxie ins Untersuchungsgefängnis, wo sie schnell Matron Morton kennenlernt, welche ihr die Regeln im Knast erklärt. Roxies Zellengenossin Velma Kelly sitzt ebenfalls wegen Mord ein und wurde dank Matron Morton zu einem Medienstar.

Diese hat den Staranwalt Billy Flynn engagiert, der ihre Freilassung erreichen soll. Auch Roxie, die in den Medien als "Jazz-Mörderin" bekannt wird, möchte sich von Billy Flynn vertreten lassen, woraufhin ein undurchsichtiges Dreiecksspiel beginnt.

Mai 2014



weitere Meldungen zu Stuttgart im Archiv bis 12.2014, ab 2015.

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