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Ein Emmy für Stuttgart

Nachdem Jörg Großhans bereits den Oscar für "Hugo Cabret" bekommen hatte, bekam er nun seinen Emmy. Nominiert war er für den wichtigsten Fernsehpreis der USA für die Special Effects für die vierte Staffel der Fantasy-Serie "Game of Thrones", die im Stuttgarter Unternehmen Mackevision entstanden. "Die Emmy-Nominierung für ein Südwest-Unternehmen ist eine tolle Nachricht und beweist die Vitalität der Kreativwirtschaft im Land", kommentierte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid diese Auszeichnung. Zugleich ist diese Auszeichnung Anlass, um die Zukunft des Filmstandortes Stuttgart zu beleuchten.

"Ein Projekt wie Game of Thrones macht man eher für Ruhm und Ehre", so Heiko Burkardsmaier, verantwortlicher Executive Producer für Visuelle Effekte beim Unternehmen Mackevision. Denn man habe den großen US-amerikanischen Filmstudios zeigen können, was in Stuttgart möglich ist. Er sieht die Zukunft des Standortes jedoch angesichts der Konkurrenz aus London oder Vancouver, wo die Produktionsfirmen auch Steuervorteile genießen, kritisch. Burkardsmaier hofft dass in der neuen Vergabeordnung der Filmförderung in der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg künftig auch Eilentscheidungen ermöglicht werden. Denn gerade im Bereich der visuellen Effekte sei es notwendig, dass für ein Bieten bei internationalen Produktionen schnell reagiert werden kann. Und dieses Geld dürfte auch gut angelegt sein. Denn in Baden-Württemberg sind insgesamt rund 30.000 Unternehmen aus der Kreativwirtschaft ansässig, die einen jährlichen Umsatz von rund 22 Millionen Euro erwirtschaften.

Ein Spezialist für digitale Effekte

Schon rasch nach dem Studium der Audiovisuellen Medien in Stuttgart arbeitete Jörn Großhans für internationale Produktionen, etwa den Film "The Ghost Writer" von Roman Polanski. Doch trotz dieser Erfahrung stellte die Arbeit für "Game of Thrones" etwas Besonderes dar. Denn eine einzige Folge werde in etwa mit dem finanziellen Aufwand produziert, der ansonsten für komplette Spielfilme aufgewendet wird. Zudem steige der Anspruch an die Qualität der visuellen Effekte kontinuierlich.

August 2014



weitere Meldungen zu Stuttgart im Archiv bis 12.2014, ab 2015.

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