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Der Erste Weltkrieg: ein Ausflug in die Hölle

Noch bis zum 1. März 2015 ist im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart die Ausstellung "Fastnacht der Hölle: Der Erste Weltkrieg und die Sinne". Hier wird diese "Urkatastrophe der Menschheit", wie der Erste Weltkrieg auch gern genannt wird, aus einem etwas anderen Blickwinkel beleuchtet, wie es andere Häuser anlässlich des 100jährigen Jubiläums gemacht haben. Einerseits wird dargestellt, wie sich der Weltkrieg auf die Sinne der betroffenen Menschen auswirkte. Ein weiterer Aspekt beschäftigt sich mit der Frage, wie die Regierungen der beteiligten Mächte die Sinne der Menschen manipuliert haben.

Die Sinne an fünf Stationen testen

Im Rahmen der Ausstellung wurden fünf Sinnesstationen aufgebaut, an welchen die Besucher die Eindrücke während des Ersten Weltkrieges am eigenen Leib erfahren können. Sie erfahren beispielsweise, wie Militärzwieback geschmeckt hat oder wie es um die Luft im Schützengraben bestellt war.

Auch die verschiedenen Schlachtfelder, auf welchen der Erste Weltkrieg ausgefochten wurde, werden näher beleuchtet. Denn es handelte sich um den ersten Krieg, bei welchem die Kriegshandlungen nicht nur an der Front, sondern auch in der Etappe oder in der Heimat ausgefochten wurden. Die Besucher können im Baden-Württemberger Haus der Geschichte einige Exponate bestaunen, die in dieser Form noch nicht in der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Dazu gehört etwa ein Granatsplitter, der aus dem Körper eines sterbenden Soldaten herausoperiert wurde und den dessen Frau anschließend als Anhänger trug.

Darüber hinaus werden zahlreiche alltägliche Gegenstände aus den Kriegstagen präsentiert. Dazu gehören neben einem Feldtelefon, das nach damaligen Verhältnissen auf dem neuesten Stand der Technik war, auch Prothesen mit welchen verlorene Gliedmaßen ersetzt wurden sowie Transformatoren, die an Elektroschockgeräte angeschlossen wurden. Mit diesen wurden Soldaten behandelt, die von ihrem Einsatz an der Front mit einem Kriegstrauma zurückkehrten.

September 2014



weitere Meldungen zu Stuttgart im Archiv bis 12.2014, ab 2015.

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