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Stuttgarter Fernsehturm
Stuttgarter Fernsehturm     Quelle: Karin Walker / pixelio.de

Fernsehturm

Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Stuttgart ist der in den Jahren 1954 und 1955 erbaute Fernsehturm. Es handelt sich dabei um den ersten Fernsehturm, der in der damals neuartigen Stahlbetonbauweise errichtet wurde. Das insgesamt gut 216 m hohe Bauwerk diente als Vorbild für viele weitere Fernsehtürme in aller Welt.

Die Planungen für den Bau eines Fernsehturms in der Region Stuttgart begannen bereits zu Anfang der 1950er-Jahre, als man zunächst in Stuttgart-Degerloch einen etwa 100 m hohen Stahlturm als Sendeturm errichtete. Der Turm diente zur Ausstrahlung des Programms des Süddeutschen Rundfunks, heute unter dem Namen „Südwest Rundfunk (SWR)“ bekannt. Insbesondere das neue UKW-Funknetz sollte durch diese Maßnahme ausgebaut werden.

Schnell zeigte sich jedoch, dass der vorhandene Turm mit seiner Höhe von nur rund 100 m zu klein war, um die umliegende Region mit ihren vielen Erhebungen und Tälern lückenlos mit den Programmen zu versorgen. Man errechnete daher, dass ein Turm von mindestens doppelter Höhe notwendig sei, um dies zu gewährleisten. Die Planungen für den neuen Fernsehturm nahmen schließlich mehr als drei Jahre in Anspruch, bevor im Juli 1954 der Grundstein für den Stuttgarter Fernsehturm gelegt werden konnte. Die Bauarbeiten zogen sich anschließend über mehr als 1,5 Jahre hin, bis der Turm schließlich am 5. Februar 1956 eröffnet werden konnte. Die Anfangshöhe betrug zunächst 211 m, bis im Jahr 1965 der vorhandene Antennenträger um 5,61 m verlängert wurde, wodurch der Stuttgarter Fernsehturm seine noch heute gültige Höhe von 216,61 m erhielt.

Die neuartige Bauweise des Turms ermöglichte es, das Bauprojekt relativ schnell fertigzustellen. Außerdem brachte es weitere Vorteile mit sich, zum Beispiel die vereinfachte Form des Fundaments, welches lediglich circa 8 m in den Boden reicht. Damit der Turm die relativ großen Windkräfte trotzdem aufnehmen kann, wählte man eine kegelförmige Bauweise des Fundaments, so dass sich dieses von selbst besonders fest im Boden verankert.

Zu Anfang der Bauarbeiten und auch direkt nach der Eröffnung des Stuttgarter Fernsehturms stieß dieser zunächst auf Widerstand im Gemeinderat sowie in der Bevölkerung. Mit der Zeit lernten die Bürger und auch die Politik jedoch, den Turm zu akzeptieren und sorgen schließlich dafür, dass sich dieser schnell zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickeln konnte. Dazu trugen auch die zwei Aussichtsplattform auf dem Turm bei, von denen aus die Stuttgarter Bürger sowie alle Besucher einen wundervollen Ausblick auf die Stadt selbst um das gesamte Umland genießen können.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Jedes Jahr besuchen viele Tausend Touristen den Fernsehturm Stuttgart und genießen die atemberaubende Aussicht. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich im Turmkaffee mit kühlen Getränken und kleinen Snacks verwöhnen zu lassen. Ursprünglich war im Stuttgarter Fernsehturm auch noch ein Restaurant untergebracht. Im Zuge der im Herbst 2005 durchgeführten Sanierungsarbeiten gab man jedoch sowohl das Restaurant- als auch das Küchengeschoss auf, beziehungsweise beließ diese zunächst im Rohzustand. Heute beherbergen die Geschosse eine Spielstätte für das sogenannte „Theater über den Wolken“ (gehört zum Stuttgarter Schauspielhaus) sowie eine sehenswerte Ausstellung über den Bau und die Geschichte des Fernsehturms.

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