Der Archäopark Vogelherd

Der deutsche Prähistoriker Johannes Gustav Riek hat am Vogelherd 1931 Ausgrabungen gemacht. Seither zählt der Vogelherd zu den bedeutendsten eiszeitlichen Höhlenfundstellen. Gefunden wurden hier beispielsweise figürliche Kunstwerke und Musikinstrumente, die zu den ältesten der Menschheit gehören. Dieses kulturelle Erbe setzt die Stadt Niederstotzingen mit dem Archäopark Vogelherd in Szene.

Der Archäopark Vogelherd im Detail

Das halbrunde Infozentrum des Archäoparks Vogelherd liegt erstreckt unter einem Graswall, sodass es sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Das Infozentrum verfügt über eine Schatzkammer sowie einen Ausstellungsbereich. Die Prunkstücke der Schatzkammer sind ein Mammut und ein Höhlenlöwe, welche am Vogelherd gefunden wurden.

Im Ausstellungsbereich erwarten die Besucher zwei lebensechte Rekonstruktionen eines Neandertalers und eines Homo sapiens. Des weiteren gibt es hier jährlich zwei Sonderausstellungen, in welchen sich die Besucher über das Leben in der Eiszeit informieren können.

Die Themenplätze im Archäopark Vogelherd

An den Themenplätzen des Archäoparks Vogelherd finden samstags, sonntags, an Feiertagen, während der Ferien in Baden-Württemberg und im Rahmen von öffentlichen Führungen diverse Aktionen statt. Besonders macht den Archäopark Vogelherd die Tatsache, dass die Besucher das Leben in der Steinzeit hautnah erleben können. So lernen sie, welche Techniken der steinzeitliche Mensch eingesetzt hat, um die jüngste Eiszeit vor 40.000 Jahren zu überleben.

Der Platz der Jagd

Für den Menschen in der Steinzeit spielte die Jagd eine äußerst wichtige Rolle. Hier erfahren die Besucher, wie ein Mammut erlegt wurde und was aus einem Tier gewonnen werden konnte. Um bei der Jagd erfolgreich zu sein, mussten die steinzeitlichen Menschen natürlich auch spezielle Techniken entwickeln. Auf dem Platz der Jagd haben die Besucher die Gelegenheit, selbst auf die Jagd gehen und sich im Umgang mit steinzeitlichen Waffen und Werkzeugen zu versuchen.

Das Lager der Mammutjäger

Hier erfahren die Besucher, wie die Menschen in der Steinzeit gewohnt haben und welche natürlichen Materialien für den Bau eines Zeltes verwendet wurden. Selbstverständlich erfahren die Teilnehmer auch, wo sich Steinzeitmenschen niedergelassen haben und wie die Hausarbeit in dieser Zeit aussah.

Der Platz der Begegnung

Hier erfahren die Besucher, woher die Frühmenschen kamen und welche Wege sie gingen. Ferner lernen die Besucher hier etwas über das Verhältnis zu ihren nächsten Verwandten.

Der Hermann-Mohn-Rundweg

Der Rundweg wurde nach Hermann Mohn, dem Entdecker der Vogelherdhöhle benannt. Auf dem Rundweg können sich die Besucher in aller Ruhe und mit der nötigen Muße über die Eiszeit und das Leben in der Eiszeit beschäftigen.

Kontakt:

Archäopark Vogelherd
Am Vogelherd 1
89168 Niederstotzingen-Stetten
E-Mail: info(add)archaeopark-vogelherd.de
Webseite: www.archaeopark-vogelherd.de

September 2021



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