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Blühendes Barock

Die BlüBa hat in Ludwigsburg als älteste Dauergartenschau Deutschlands seine Pforten geöffnet.

Als lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie empfiehlt sich das Blühende Barock in Ludwigsburg, kurz BlüBa genannt. Dabei handelt es sich um die älteste Dauergartenschau Deutschlands, die sich auf einer Fläche von etwa 30 Hektar rund um das Residenzschloss erstreckt. Auf dem Areal finden eine Vielzahl von Veranstaltungen wie das Musikfeuerwerk, der Lichterzauber oder die barocken Gartentage statt. Und als besonderes Highlight erwartet ein Märchengarten seine Gäste, in dem kleine Besucher auf Entdeckungstour durch die Welt der Märchen gehen können.

So ist der BlüBa entstanden

Schon unter der Ägidie des Bauherrn Herzog Erhard Ludwig wurden Anfang des 18. Jahrhunderts rund um das Ludwigsburger Residenzschloss Gärten angelegt, die im ausgehenden 18. Jahrhundert umgestaltet und erweitert wurden. Die Obstgärten wurden schließlich 1797 während der Regentschaft Friedrich II. angelegt. König Wilhelm I. machte die Gärten rund um das Residenzschloss 1828 für das Volk zugänglich und ließ das Gelände landwirtschaftlich nutzen.

Ab 1947 war der damalige Direktor der "Staatlichen Anlagen und Gärten" Albert Schöchle für die Gärten rund um das Residenzschloss zuständig, die in den Jahren zuvor stark gelitten hatten und teilweise sogar verwildert waren. Albert Schöchle besuchte 1951 die Bundesgartenschau in Hannover und war überzeugt davon, dass in Ludwigsburg eine bessere Gartenschau gemacht werden könne, womit auch gleich die Gärten in Ordnung gebracht werden könnten. Der Präsident des Württembergischen Gärtnereiverband war von dieser Idee begeistert, zumal es 1954 zwei Jubiläen zu feiern gab: Der Verband feierte sein 50jähriges Bestehen, außerdem wurde das Residenzschloss in diesem Jahr 250 Jahre alt. Schließlich konnte die Gartenschau im April 1954 eröffnet werden.

Der Märchengarten wird gebaut

Albert Schöchle gilt auch als Vater des Märchengartens. Er hatte eine entsprechende Anlage bei einer Hollandreise im Jahr 1957 entdeckt und wollte einen Märchengarten als neue Attraktion für die BlüBa schaffen. Eingerichtet wurden zunächst neun Stationen, in welchen Szenen aus bekannten Märchen dargestellt werden, darunter "Hänsel und Gretel", "Aschenputtel" oder "Der Wolf und die sieben Geißlein". In den folgenden Jahren wurde der Märchengarten um weitere Attraktionen auf mehr als 40 Stationen erweitert. Beispielsweise erwartet ein Steindrache, der um Papier bittet, die Besucher am oberen Eingang. Zu den beliebtesten Stationen im Märchengarten zählen der Riese Goliath und der Rapunzelturm, an dem die Kinder die Märchenfigur auffordern können, ihr Haar herunter zu lassen.

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