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Fahrradtouren um Stuttgart

Fahrradausflug  / Stuttgartbild Nr. 38214533
Fahrradausflug | ©: Deklofenak - Fotolia

Die reizvolle Region Stuttgart mit dem angrenzenden Schwarzwald und der Schwäbischen Alb bietet sich geradezu an für idyllische und ausgedehnte Fahrradtouren. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich mittlerweile viele Dienstleister darauf spezialisiert haben, Besuchern und Touristen der Stadt beziehungsweise der Region Fahrräder zu verleihen.

Selbstverständlich spricht nichts dagegen, Stuttgart und seine Umgebung auf eigene Faust mit dem Drahtesel zu erkunden, so richtig informativ wird es allerdings erst, wenn ein spezieller Guide an der Tour teilnimmt, der sich bestens in dieser Region auskennt. Solche geführten Fahrradtouren in und um Stuttgart gibt es mittlerweile von verschiedenen Anbietern, die Strecken unterscheiden sich jedoch oft relativ stark. In den folgenden Abschnitten haben wir einige der reizvollsten Fahrradtouren in der Region Stuttgart für Sie zusammengestellt:

Radel-Thon-Strecke

Erst in den 90er-Jahren ausgesucht, ist die Radel-Thon-Strecke heute der bekannteste Radweg in Stuttgart. Es handelt sich dabei um eine etwa 80 km lange Strecke, die rund um den Stuttgarter Talkessel führt. Dieser Radweg geht zurück auf eine Initiative aus verschiedenen Institutionen und Vereinen, zum Beispiel der AOK Gesundheitskasse, der Landeshauptstadt Stuttgart und des deutsch-amerikanischen Zentrums (DAZ), welche zu Anfang der Neunziger Jahre realisiert wurde. Um die Strecke endgültig festzulegen, holte man sich schließlich die Hilfe von dem im Jahr 2005 verstorbenen Radrennfahrer Reinhold Steinhilb.

Die Bezeichnung „Thon“ geht dabei zurück auf einen amerikanischen Begriff für einen sportlichen Wettkampf, bei dem es allerdings nicht um einen Preis oder lediglich um den Sieg geht, sondern bei dem die Gemeinschaft und eventuell ein guter Zweck im Vordergrund stehen. Man kennt die Thons aus den USA, insbesondere aus dem Marathonlauf-Bereich.

Wer den Radel-Thon in Stuttgart fahren will, muss dies nicht zwangsläufig über die gesamten 80 km tun. Es ist durchaus möglich, auch nur Teilstrecken des ausgewiesenen Kursus zu befahren. Apropos ausgewiesen: Der Kurs ist auf seiner gesamten Länge mit roten und schwarzen Pfeilern gekennzeichnet, wobei die roten Pfeile für das Befahren im Uhrzeigersinn stehen, die schwarzen Pfeile analog dazu für das Befahren gegen den Uhrzeigersinn. Im Verlauf der Strecke sind an vielen Orten Infotafeln angebracht, die über interessante Sehenswürdigkeiten und Ähnliches informieren.

Als Teilnehmer müssen Sie sich jedoch darüber im Klaren sein, dass auf dem Radel-Thon vielerlei Steigungen zu bewältigen sind. Man sollte also schon körperlich einigermaßen fit sein, um die Strecke problemlos bewältigen zu können. Es gibt jedoch auch Teilabschnitte, die etwas weniger Kondition erfordert und daher auch für Familien mit Kindern gut geeignet sind.

Neckartalradweg

Der Neckartalradweg ist eine der bekanntesten Radstrecken in der Region Stuttgart und erstreckt sich über eine Länge von fast 370 km. Er beginnt in der Nähe von Schwenningen, wo der Necker entspringt und zunächst als kleiner Bach in einem ausgedehnten Feuchtgebiet fließt. Weiter geht es in Richtung Rottweil, wo sich der immer noch kleine Flusses durch die Ausläufer der Schwäbischen Alb und des Schwarzwaldes winden muss.

Im weiteren Verlauf fließt er durch das malerische Neckartal, vorbei an der Universitätsstadt Tübingen nach Nürtingen und Wernau. Erst hier vergrößert sich der Neckar durch den Zufluss vieler kleinerer Flüsse so stark, dass er im weiteren Verlauf auch für die Schifffahrt nutzbar wird. Schließlich geht es vorbei an Bad Cannstatt und der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart weiter in Richtung Ludwigsburg und Heilbronn.

Der gesamte Verlauf des Neckars wird dabei vom Neckartalradweg begleitet. Somit kommt man bei einer Tour entlang dieses Weges an unzähligen interessanten Städten und Sehenswürdigkeiten vorbei, zum Beispiel die vielen Schlösser und Burgen in den Flussschleifen oder auch Städte mit großer historischer Bedeutung wie Ludwigsburg, Esslingen, Bad Cannstatt, Tübingen etc. Außerdem: Der Neckartalradweg führt teilweise durch idyllische Weinberge, wo Gaststätten und Straußwirtschaften immer wieder zu einer Rast einladen.

Ansonsten führt der Neckartalradweg zumeist über Feld-, Wald- und Wirtschaftswege, die überwiegend gut ausgebaut und dementsprechend angenehm zu befahren sind. Grundsätzlich ist der Radweg in den meisten Teilen relativ leicht zu bewältigen, lediglich einzelne Etappen - beispielsweise von Rottweil nach Tübingen - erfordern etwas mehr Kondition, da hier einige markante Steigungen zu bewältigen sind.

Enztalradweg

Der Fluss Enz entspringt im Schwarzwald in Form von zwei kleinen Bächen. Diese fließen dann zunächst unabhängig voneinander durch viele kleine Täler in nördlicher Richtung. Mit zunehmendem Flusslauf werden die Täler dann größer und weiter. Schließlich fließen die beiden kleinen Quellflüsse bis zum Ort Calmbach, wo sich die „kleine Enz“ und die „große Enz“ zu einem Fluss namens Enz vereinigen. Der weitere Verlauf führt die Enz nun in vielen Windungen und Schleifen bis nach Pforzheim, wo sie von kleineren Nebenflüssen gespeist wird und schließlich den Schwarzwald verlässt. Der Flussverlauf führt weiter über Vaihingen, Bissingen und Bietigheim nach Walheim, wo die Enz dann in den Neckar mündet.

Über fast den gesamten Flussverlauf wird die Enz dabei vom so genannten Enztalradweg begleitet, der insgesamt über eine Strecke von gut 60 km führt. Natürlich ist man als Radler nicht dazu gezwungen, die gesamte Länge der Strecke abzufahren. Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten, reizvolle Teilstücke zu befahren und/oder Abkürzungen zu nehmen, bzw. mit anderen Verkehrsmitteln weiter zu reisen. Somit kann jeder die Radtour individuell nach seinen Wünschen anpassen.

Das Schöne an der Enz: Die umgebende Landschaft ist nahezu komplett naturbelassen, unschöne Begradigungen sucht man hier vergebens. Und so ist der Enztalradweg ideal für einen idyllischen Radausflug mit der gesamten Familie geeignet.

Schönbuch

Der so genannte Schönbuch ist ein ausgedehntes Waldgebiet, das im Norden durch die Stadt Böblingen und im Süden durch Tübingen begrenzt wird. Im Jahr 1972 wurde dieses Areal zum ersten Naturpark des Bundeslandes Baden-Württemberg erklärt.

Früher gehörte der Schönbuch zum Kloster Bebenhausen, doch schon vor etlichen Jahrhunderten fanden die Grafen und Herrscher von Württemberg Gefallen daran und nutzten das riesige Areal vor allem zum Zwecke der Jagd.

Der Schönbuch gehört heute zu den beliebtesten Ausflugszielen für Wanderer und Radfahrer. Es gibt nur wenige Autostraßen, dafür ist das Angebot an Rad- und Wanderwegen umso größer. Aus diesem Grund gibt es keine universelle Radtour durch den Schönbuch. Vielmehr kann sich jeder Ausflügler selbst eine Strecke nach Belieben zusammenstellen, sowohl in Bezug auf die Länge als auch auf den Schwierigkeitsgrad.

Dabei ist es durchaus möglich, eine mehrstündige Radtour durch den Schönbuch zu unternehmen, ohne dabei auch nur ein Mal den Wald zu verlassen. Das möchte jedoch nicht jeder. Daher existieren mehrere Radrouten, die den Schönbuch im Verlauf verlassen, um später wieder dorthin zurückzuführen.

Falls Sie nun auf den Geschmack gekommen sind und eine Radtour im Schönbuch planen, sollten Sie unbedingt die notwendige Verpflegung mitnehmen (es existieren so gut wie keine gastronomischen Einrichtungen im gesamten Areal). Ratsam ist es außerdem, die Fahrzeit großzügig zu dimensionieren, da es entlang der Strecke immer wieder Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten gibt, an denen Sie unbedingt einen Stopp einplanen sollten.

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