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Urmensch-Museum Steinheim

Einen Blick in die Urzeit können die Besucher im Urmensch-Museum in Steinheim an der Murr machen.

So ist das Museum entstanden

Die Grundlage für das Urmensch-Museum Steinheim bildete der Fund eines fossilen Schädels, der sich am 24. Juli 1933 in Steinheim an der Murr ereignete. Dieser Schädel, der in einer 15 Meter hohen Kieswand gelegen hatte, gehörte wohl zu einer rund 25 Jahre alten Frau, die vor etwa 250.000 bis 300.000 Jahren erschlagen worden war. Obwohl der Fund als "Urmensch von Steinheim" bezeichnet wird, handelt es sich bei diesem Menschen vermutlich um eine Übergangsform zwischen Homo heidelbergensis und Neandertaler.

Schon vor diesem Fund waren in der Kiesgrube mehrere Objekte aus der Eiszeit gefunden worden, darunter etwa die Knochen von Elefanten, Wildpferden und Riesenhirschen. Deshalb wurde im Steinbruch entsprechend vorsichtig gearbeitet und sofort ein Paläontologe beigezogen worden, nachdem die ersten Spuren eines Schädels in der Abraumwand entdeckt worden waren. Der originale Fund befindet sich heute im Staatlichen Museum für Naturkunde.

Die Geschichte des Museums

Der Steinheimer Gemeinderat fasste bereits am 10. Juni 1966 den Beschluss, ein Urmensch-Museum einzurichten. Dieses wurde am 31. Mai 1968 in einem früheren Klassenzimmer des Karl-Trautwein-Hauses eingeweiht. Sechs Jahre später wurde das Museum erweitert. Den Namen Steinzeit-Museum erhielt es im Zuge der Sanierungsarbeiten Anfang der 1980er Jahre.

Heute erstreckt sich das Urmensch-Museum Steinheim über mehrere Räume in zwei Etagen. Während im unteren Stockwerk verschiedene eiszeitliche Großsäuger ausgestellt werden, stellen die Räume im oberen Stockwerk die Entwicklung des frühen Menschen dar - mit einer Kopie des Steinheimer Schädels als Glanzstück der Ausstellung. In der Abteilung für Großsäuger sind unter anderem das Skelett eines Europäischen Waldelefanten, diverse Stoßzähne und die Schaufel eines Riesenhirsch-Geweihs ausgestellt. Betreut wird das Urmensch-Museum Steinheim von einem Förderverein.

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