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Der Flughafen bekommt einen neuen Namen: Manfred Rommel

Nun ist es beschlossene Sache: Der Stuttgarter Flughafen soll einen neuen Namen bekommen, wie der Stuttgarter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Anfang April beschlossen hat. Mit vier Enthaltungen sprach sich das Gremium dafür aus, den Flughafen in "Manfred-Rommel-Flughafen Stuttgart" umzubenennen. Nachdem sich der Gemeinderat einig ist, geht nun die förmliche Bitte zur Umbenennung an den Aufsichtsrat der Flughafen Stuttgart GmbH.

Bislang trägt der Stuttgarter Flughafen keinen Namenszusatz. Ihn nach dem am 7. November 2013 verstorbenen Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt zu benennen hat einen guten Grund. So sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn zur Entscheidung des Gemeinderates: "Manfred Rommel stand und steht wie kein anderer für Toleranz, Aussöhnung, Internationalität und Integration. Seine liberale Grundhaltung war stets gepaart mit dem Bemühen, Brücken in die Welt zu bauen. Gerade auch dieses internationale Wirken spricht dafür, den Flughafen nach ihm zu benennen."

Das ist der Namensgeber

Geboren wurde Manfred Rommel 1928 in Stuttgart als Sohn von Erwin Rommel. Der legendäre Wüstenfuchs bescherte den Briten während des Zweiten Weltkrieges verheerende Niederlagen im afrikanischen Wüstenkrieg. Er wurde jedoch gegen Kriegsende zum Suizid gezwungen, weil er an der Verschwörung des 20. Juli 1944 teilgenommen haben soll. Daraufhin desertierte Manfred Rommel, der bereits mit 14 Jahren als Luftwaffenhelfer rekrutiert worden war. Er schloss sich nun der Ersten französischen Armee an, um auf Seiten der Alliierten zu kämpfen.

Nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften erhielt Manfred Rommel 1956 eine Anstellung bei der Landesverwaltung und war unter anderem als persönlicher Referent von Innenminister Hans Filbinger und später als Finanz-Staatssekretär tätig. Erstmals wurde Manfred Rommel am 1. Dezember 1974 zum Stuttgarter Oberbürgermeister gewählt und behielt dieses Amt bis 1996. Zeit seiner politischen Karriere galt Manfred Rommel als tolerant und liberal, dabei setzte er sich auch über parteiinterne Widerstände hinweg. So sorgte etwa seine Entscheidung, die 1977 in Stammheim verstorbenen Terroristen Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin gemeinsam beerdigen zu lassen für heftige Auseinandersetzungen.

April 2014







weitere Meldungen zu Stuttgart im Archiv bis 12.2014, ab 2015.

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