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Vikunjas: Südamerikanischer Nachwuchs in der Wilhelma

Die Bewohner der Südamerika-WG in der Wilhelma müssen etwas enger zusammenrücken. Der Grund: Seit Ende März springen jeweils ein Vikunja-Fohlen und ein Alpaka-Fohlen durch die Anlage. Der Kindersegen im Südamerika-Geheges des Stuttgarter Zoos ist damit aber noch nicht zu Ende, denn bei beiden Arten erwartet man weiteren Nachwuchs in der "Südamerika-WG" bei beiden Arten.

Warum gibt es die "Südamerika-WG"?

Normalerweise bewohnen die Vikunjas ein eigenes Gehege in der Wilhelmina. Dieses wird jedoch aktuell saniert, weshalb die kamelartigen Tiere zusammen mit zwei Ameisenbären, zwei Nandus, drei Pampashasen sowie 15 Alpakas in der "Südamerika-WG" zusammenleben. In den vergangenen Jahren wurden in der Wilhelmina bereits mehrere Gehege wie das Menschenaffenhaus, das Raubtierhaus und das Elefantenhaus neu- oder umgebaut, weil die Anlagen als nicht mehr zeitgemäß galten und nicht mehr den internationalen Standards entsprachen.

Was sind Vikunjas?

Sowohl Alpakas als auch Vikunjas gehören zur Familie der Kamele. Während Alpakas domestiziert wurden und deshalb als "Schafe der Anden" gelten, handelt es sich bei Vikunjas um die Wildform. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Vikunjas erstreckt sich über die Hochanden Chiles, Argentiniens, Boliviens, Perus und Equadors, wo sie den Lebensraum zwischen 3.500 und 5.500 Metern für sich erobert haben.

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass Vikunjas in der Vergangenheit nicht domestiziert wurden. Neue Untersuchungen der DNA deuten allerdings darauf hin, dass das Alpaka vom Vikunja abstammen könnte. Dokumentiert ist jedenfalls, dass die Inka die Tiere in Gatter trieben, wo sie geschoren wurden. Die feine Wolle war ausschließlich dem Adel vorbehalten. Diese Tradition setzten die Spanier nicht fort.

Jedoch gilt die Wolle von Vikunjas heute als seltenste Wolle weltweit. Die Wolle wird deshalb heute vor allem für exklusive Maßkleidung gewonnen. Dafür werden die Vikunjas in Südamerika sowohl in Nationalparks als auch in weitläufigen Gehegen gehalten.

Mai 2014



weitere Meldungen zu Stuttgart im Archiv bis 12.2014, ab 2015.

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