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Stuttgarter Ballett

Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist Stuttgart für sein Ballettensemble. Schon seit den frühen 60er-Jahren gehört das Stuttgarter Ballett zu den führenden in der Welt, doch die Tradition geht noch viel weiter zurück. Anfang des 17. Jahrhunderts etablierte sich das Ballett zunächst am Württembergischen Hof, nachdem es zuvor aus Frankreich bekannt wurde. Führende Choreografen und Direktoren aus der ganzen Welt sorgten in der Folgezeit dafür, dass stets hochklassige Stücke geschrieben und tänzerisch umgesetzt werden konnten.

Zu verdanken ist der kometenhafte Aufstieg des Stuttgarter Balletts in den 1960er-Jahren vor allem dem Ballettdirektor John Cranko, mit dem ein erstklassiges, weltoffeneres Ballett auf die Stuttgarter Bühnen Einzug hielt. Nach seiner Ernennung zum Ballettdirektor für das Württembergische Staatstheater begann Cranko sogleich, eine kleine, aber feine Gruppe von Tänzern zusammenzustellen. Darunter fand sich auch die junge Brasilianerin Marcia Haydée, welche für das Stuttgarter Ballett noch eine tragende Rolle spielen sollte.

Das erste Stück, das unter der Leitung des neuen Ballettdirektors aufgeführt wurde, war eine eigens von ihm geschriebene Version von Shakespeares „Romeo und Julia“. Dieses Ballettstück erwies sich als so kunstvoll und ausgefeilt, dass es für das Stuttgarter Ballett den Durchbruch zu echtem Weltruhm bedeutete. Kritiker und Ballettfreunde aus der ganzen Welt feierten die Produktion und lobten Cranko für seine erstklassige Arbeit.

Ebenfalls in den sechziger Jahren begab es sich, dass die gesamte Gruppe um John Cranko die Gelegenheit erhielt, ein Gastspiel in New York abzuhalten. Auch dieses erwies sich wieder als außerordentlich erfolgreich. Die Amerikaner begannen, vom „Stuttgarter Ballettwunder“ zu sprechen. In der Folge erhielt das Ensemble schließlich überall in der Welt Einladungen zu Gastspielen, woraus sich ausgedehnte Tourneen entwickelten, zum Beispiel in die damalige Sowjetunion, nach Frankreich oder auch nach Israel. Überall wurden die Stücke und Tänzer begeistert aufgenommen.

Ein tiefer Einschnitt in den großen Erfolg ergab sich jedoch im Jahr 1973, als der Ballettdirektor John Cranko völlig unerwartet auf einem Flug von Amerika nach Deutschland verstarb. Keiner wusste zunächst, wie es weitergehen sollte, jedoch waren sich alle Mitglieder des Ensembles einig, das Werk ihres Meisters und Mentors bestmöglich weiterzuführen. Es sollte schließlich die besagte brasilianische Tänzerin Marcia Haydée werden, welche die Leitung des Stuttgarter Balletts im Jahr 1976 nach einem kurzen Intermezzo eines amerikanischen Choreografen übernahm. Sie sorgte vor allem dafür, das Ensemble des Stuttgarter Balletts noch einmal technisch zu verbessern und konnte das ohnehin schon hohe Niveau über die Jahre noch steigern. 1996 verabschiedete sich die Choreografin in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Nachfolger ist seit September 1996 Reid Anderson - ebenfalls ein Tänzer, der noch von John Cranko selbst engagiert wurde. Auch dieser konnte seit seinem Amtsantritt mit innovativen Ideen und großen Leistungen überzeugen.

Wer als Besucher Stuttgarts etwas Sinn für das künstlerische Tanzen hat, der sollte unbedingt eine Vorstellung des Stuttgarter Balletts besuchen. Hier wird Ballett auf Weltklasse-Niveau geboten!

Adresse:

Stuttgarter Ballett, Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Webadresse: http://www.stuttgarter-ballett.de

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